Architekturkontext, Quellsysteme und Datenaktualität
CMDB, Vertragsregister und Architekturmodell können dieselbe Anwendung unterschiedlich beschreiben. Für jede Angabe wird eine maßgebliche Quelle festgelegt und die Abweichung geklärt.
Aktualisiert am
Eine Anwendung in mehreren Quellen
Ein Migrationsteam findet eine Anwendung im Portfolio als stillgelegt, in der CMDB als aktiv und weiterhin unter einem Lieferantenvertrag. Jeder Eintrag beantwortet eine andere Frage. Bevor die Anwendung aus der Auswirkungsanalyse entfällt, prüft das Team ihren Betrieb und ihre Nutzer.
Ein führendes System ist für eine festgelegte Gruppe von Angaben maßgeblich. Das Vertragsregister kann den unterschriebenen Endtermin belegen, das Betriebsinventar die installierte Komponente. Beide können auch hilfreiche Beziehungen enthalten. Das Architekturmodell verbindet die entscheidungsrelevanten Fakten mit erkennbaren Quellen.
Der benötigte Änderungskontext
Für eine Zahlungsmigration werden Anwendungen, unterstützte Geschäftsfähigkeiten, Schnittstellen, betroffene Daten und Lösungsanforderungen benötigt. Eine Beziehung zwischen Dienst und Anwendung bedeutet etwas anderes als eine Beziehung zwischen zwei Anwendungen. Beziehungstyp und Richtung bleiben erhalten.
Das ADD nutzt diesen Kontext für Ist-Zustand, Optionenvergleich und Entscheidungen. Quellsysteme behalten ihre operativen oder vertraglichen Daten. Ein kopierter Wert im Architekturmodell braucht eine Quelle und eine Abgleichregel, falls sich das Original ändert.
In ArchiLU kann ein Assistent den Kontext über MCP abrufen und ein ADD erstellen oder ergänzen. Der Architekt prüft Umfang und Belege vor der Vorstellung der Optionen. Die Prüfung muss auch Abhängigkeiten suchen, die in der Antwort und der Karte fehlen.
Datenerfassung und Abgleich
Vor dem Import wird für jede Angabe eine Quelle gewählt. Das Anwendungsteam kann die fachliche Nutzung, der Einkauf den Vertrag und der Betrieb eine installierte Komponente bestätigen. Ein gemeinsamer Import braucht trotzdem eine Regel, um dieselbe Anwendung in allen Quellen zu erkennen.
Stabile Quellkennungen erleichtern die Zuordnung. Namen allein können Dubletten verdecken oder verschiedene Systeme zusammenführen. Widersprüchliche Werte bleiben sichtbar, bis die verantwortliche Person sie klärt. Der Vorrang einer Quelle wird begründet.
- Quelle, Erfassungsdatum und Verantwortlichen jedes importierten Datensatzbestands benennen.
- Einträge mit stabilen Kennungen zuordnen und Mehrdeutigkeiten prüfen.
- Beziehungstyp und Richtung vor der Übernahme kontrollieren.
- Konflikte und fehlende Referenzen an die zuständige Person geben.
- Akzeptierte Korrekturen über den autorisierten Änderungsprozess anwenden.
Aktualität einzelner Angaben
Ein gestern geänderter Eintrag kann eine Schnittstelle enthalten, die seit einem Jahr niemand geprüft hat. Das Importdatum belegt den Kopierzeitpunkt. Eine Verifikation braucht Quelle, Datum und die Person oder das Verfahren, das die betreffende Angabe geprüft hat.
Der Prüfrhythmus richtet sich nach Änderungsrate und Verwendung. Ein Bereitstellungsinventar und eine Beschreibung von Geschäftsfähigkeiten können unterschiedliche Fristen benötigen. Vor einer Migrationsentscheidung werden ergebnisrelevante Abhängigkeiten erneut geprüft, auch vor dem regulären Termin.
Ein Assistent kann Aktualitätsangaben berücksichtigen, wenn der abgerufene Kontext sie enthält. Fehlen sie, benennt die Antwort Unsicherheit und erforderliche Prüfung. Eine nicht erfasste Beziehung belegt nicht, dass keine Abhängigkeit existiert.
Eine begrenzte Bereitschaftsprüfung
Fünf Anwendungen einer geplanten Änderung bilden eine Stichprobe. Verantwortliche, Lebenszyklusstatus und erfasste Abhängigkeiten werden mit Betriebsquellen und Anwendungsteam abgeglichen. Die Stichprobe bleibt auf die anstehende Arbeit bezogen.
Der Assistent erstellt eine Liste betroffener Anwendungen und einen Entwurf der Auswirkungsanalyse. Jedes zitierte Objekt und fehlende Beziehungen werden geprüft. Für diesen Piloten werden sachliche Fehler, ungeklärte Abhängigkeiten und Korrekturzeit erfasst.
Bei unvollständigen Nachweisen wird die Aussage auf den geprüften Umfang begrenzt. Im ADD kann eine benannte Schnittstelle zur Bestätigung offenbleiben. Die entscheidende Person erkennt, welcher Teil des Vorschlags von dieser Antwort abhängt.
Zuständigkeiten nach dem Piloten
Der Anwendungsverantwortliche prüft Nutzung und Abhängigkeiten mit dem Betrieb. Das Architekturteam pflegt gemeinsame Namen und Beziehungsregeln. Der Einkauf aktualisiert Vertragsangaben. Die Projektleitung sorgt für Antworten auf offene Punkte vor der jeweiligen Entscheidung.
Die Prüfung wird mit bestehenden Ereignissen verbunden: Release, Vertragsverlängerung, Stilllegung oder abgeschlossene Migration. Eine bei der ADD-Vorbereitung gefundene Korrektur wird über den erlaubten Prozess im Modell nachgetragen. Sonst beginnt das nächste Projekt mit demselben Fehler.
Zugriffe auf jede Quelle und Verarbeitungsorte eingesetzter Assistenten werden geprüft. Bei der Weitergabe des Kontexts sind sowohl Rechte der Originalquelle als auch der Kopie im Architekturmodell zu berücksichtigen.
In ArchiLU

Häufige Fragen
- Was unterscheidet ein führendes System von einem Kontextsystem?
- Ein führendes System ist für bestimmte Angaben maßgeblich, etwa einen unterschriebenen Vertrag oder ein Konfigurationselement. Architekturkontext verbindet relevante Fakten aus mehreren Quellen, um einen Dienst, Abhängigkeiten und eine geplante Änderung zu beschreiben. Die maßgebliche Quelle bleibt erkennbar.
- Braucht ein Assistent ein vollständiges Unternehmensmodell?
- Eine begrenzte Aufgabe kann mit einem kleineren geprüften Umfang arbeiten. Für eine Migration werden betroffene Anwendungen, Beziehungen und Anforderungen benötigt; ungeklärte Abhängigkeiten werden ausdrücklich genannt. Ein Teilmodell ist keine vollständige Auswirkungsanalyse.
- Aktualisiert eine MCP-Verbindung das Repository automatisch?
- MCP eröffnet den Zugriff auf verfügbare Werkzeuge und Daten. Aktualität hängt von Quellen, Abgleichregeln und den prüfenden Personen ab. In ArchiLU kann der Assistent das Modell lesen, ein ADD vorbereiten und Korrekturen über erlaubte Vorgänge vorschlagen.
